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Gasheizung

Gas und Öl sind die am häufigsten genutzten Brennstoffe in Deutschland. Da bei der Verbrennung im Vergleich zu Öl weniger Kohlenstoffdioxid entsteht, stellt Gas eine umweltfreundlichere Alternative zu fossilem Öl dar. Dies ist aber nur einer der Gründe, warum die Gasheizung eine attraktive Möglichkeit darstellt, Ihr Eigenheim zu beiheizen. Im Folgenden finden Sie einige nützliche Informationen zum Thema Gasheizungen und zum Energieträger Erdgas.

Wie funktioniert eine Gasheizung?

Generell ist eine Gasheizung eine Heizungsanlage, die mit Gas als Brennstoff betrieben wird. Das zugeführte Gas wird verbrannt und die entstandene Wärme mittels Wärmeträger genutzt, um Luft oder Wasser zu erwärmen. Dabei überzeugt dieser Heizungstyp durch einen geringen Schadstoffausstoß bei einem hohen Wirkungsgrad.

Moderne Gasheizungen sind besonders energiesparend und können mit erneuerbaren Energien kombiniert werden. Dabei sind sie besonders effizient. Denn sie nutzen nicht nur die Energie des verbrannten Gases, sondern auch die Energie der Verbrennungsabgase. Bei Gasheizungen unterscheidet man drei verschiedene Arten von Heizkesseln:

Gas-Brennwertkessel

Moderne Brennwertkessel werden in den meisten Fällen mit Erdgas betrieben. Bei kleineren Anlagen wird auch Propan oder Butan verwendet oder ein Gemisch aus beiden. Seltener wird auch Stadtgas, das früher zur Beleuchtung von Straßenlaternen diente, oder Biogas verwendet. Bei der Verbrennung dieser Gase entstehen Abgase. Diese werden beim Gas-Brennwertkessel, im Gegensatz zu anderen Gasheizungen, mitgenutzt.

Die Nutzung der Wärme im Abgas erfolgt über einen Wärmetauscher. So kann das ganze Gas beziehungsweise die gesamte Energie des Gases für die Wärmeaufwendung verwendet werden. Bei jeder normalen Verbrennung liegt das anfallende Wasser im Abgas dampfförmig vor. Im Gegensatz zur Brennwerttechnik. Hier wird der Wasserdampf abgekühlt. Dabei entsteht flüssiges Kondensat. Die bei diesem Prozess entstehende Wärme wird dem Heizsystem zugeführt.

Mit dieser Technik arbeiten Brennwertkessel etwa 30 Prozent effizienter als konventionelle Gasheizungen. Wichtig für die effektive Nutzung und die Einsparung bei den Heizkosten ist die Heizlastberechnung. Das heißt, vom Fachmann berechnet, welche Größe der Kessel haben und welche Heizlast in den einzelnen Räumen und Bereichen vorhanden sein muss.

Die Größe des Kessels richtet sich nach der Fläche, die beheizt werden soll. So rechnet man für eine Wohnung oder ein Einfamilienhaus mit etwa 100 bis 150 Quadratmeter Wohnfläche einen Gas-Brennwertkessel mit etwa 15 bis 20 kW. In einem Mehrfamilienhaus empfiehlt sich ein Gas-Brennwertkessel mit etwa 60 kW. Je größer die zu beheizende Fläche und je mehr warmes Wasser benötigt wird, desto höher sollte die Leistung des Kessels sein. Ein hydraulischer Abgleich nach Installation der Gas-Brennwertanlage gibt zusätzlich Sicherheit, dass das neue System effektiv arbeitet.

Gas-Niedertemperaturkessel

Bei dem Niedertemperaturkessel handelt es sich um eine weitere Form der Gasheizung. Er ist nicht so effektiv wie der Brennwertkessel, aber deutlich besser als der Konstanttemperaturkessel. Diese Niedertemperaturkessel zeichnen sich dadurch aus, dass sie mit Temperaturen deutlich unter 70 °C fahren. Ein deutlicher Vorteil beim Energieverbrauch, da hier etwa 20 bis 30 % eingespart werden können und dies dementsprechend die Heizkosten verringert. Sie nutzen zwar die entstehende Wärme, die bei der Entstehung der Abgase entsteht, aber nicht die gesamte. So wird die Kondensationswärme nicht genutzt, wodurch diese Kesselart weniger effizient ist als die Brennwerttechnik.

Allerdings besitzt der Niedertemperaturkessel einen Wärmefühler, der die Außentemperatur misst und die Leistung entsprechend anpasst und regulieren kann. Dieser Vorteil wirkt sich besonders bei sommerlichen und winterlichen Temperaturen aus. Durch die fehlende Verwertung der Kondensationswärme bleibt die Brennkammer in diesem Kessel trocken und die Gefahr der Rostbildung taucht gar nicht erst auf. Allerdings werden bei den Niedertemperaturkesseln zumeist nur rostbeständige Materialien verwendet, so dass die Gefahr der Korrosion weitestgehend im Vorfeld abgewendet wurde. Außerdem kann die Heizfläche der Brennkammer vergrößert werden, so dass schneller höhere Temperaturen erreicht werden.

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit über einen sogenannten Thermostream das kalte Heizungswasser langsam mit wärmerem Wasser zu vermischen, damit die Kesseloberfläche nicht komplett abkühlt. Mittlerweile sieht die deutsche Gesetzgebung vor, dass nur noch in Altbauten Niedertemperaturkessel als Gasheizung eingebaut werden dürfen. 

Gas-Konstanttemperaturkessel

Bis Anfang der Achtziger Jahre gab es als typische oder standardmäßige Gasheizung in Deutschland die Konstanttemperaturkessel. Mittlerweile ist diese Heiztechnik stark veraltet und vor allem wenig energieeffizient. Den Namen Konstanttemperaturkessel hat diese Art der Gasheizung von der konstanten Temperatur von 70 bis 90 °C, mit der er betrieben wird. Diese hohe Temperatur wird gehalten, auch wenn sie gar nicht benötigt wird. Sie dient vor allem zum Schutz vor Korrosion, die entstehen kann, wenn Gas verbrannt wird und dabei säurehaltige Abgase entstehen. Somit läuft der Konstanttemperaturkessel eigentlich die ganze Zeit mit viel zu hoher Temperatur.

Für die dauerhaft hohe Betriebstemperatur wird eine große Menge an Energie, sprich Gas, benötigt. Die hohe Menge an Brennstoff wird also auch dann eingespeist, wenn sie eigentlich gar nicht benötigt wird. Die Wärme wird unnötig vom Kessel abgestrahlt und verfliegt ungenutzt im Raum. Der im Kessel enthaltene Wärmemischer sorgt für die unterschiedlichen Wärmeanforderungen der einzelnen Räume im Haus. Auch bei dem Prozess des Mischens von Wasserströmen geht unnötig wertvolle Energie verloren. Laut dem neuen Energiesparverordnungsgesetz dürfen Hausbesitzer, die nach Februar 2002 ihre Häuser und Gebäude gekauft haben, die Gas-Konstanttemperaturkessel nicht mehr als Gasheizung einbauen. 

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Die Gasheizung kombiniert mit anderen Heizsystemen

Nach der Einführung des neuen Energieverordnungsgesetzes von 2014 dürfen Heizungsanlagen in Neubauten heute nur dann installiert werden, wenn sie mit erneuerbaren Brennstoffen kombiniert werden können. So sind Gas-Brennwertkessel beispielsweise mit Solarenergie oder einer Wärmepumpe kombinierbar. Natürlich können Gasheizungen auch mit Bio-Erdgas betrieben werden.

Das neue Gesetz gibt nicht vor, wie groß der Anteil der erneuerbaren Energien bei der gesamten Energieversorgung sein muss. Zudem entscheidet der Eigentümer selbst, welche der erneuerbaren Energien er als Brennstofflieferanten mit seiner Gasheizung kombiniert. Meist sind es lokale Voraussetzungen, die ihm dabei helfen, die richtige Entscheidung zu treffen.

Der Gas-Konstanttemperaturkessel ist aufgrund seiner veralteten Technik und aufgrund des hohen Energieverlustes für den modernen Gebrauch und damit für die Kombination mit anderen Heizsystemen ungeeignet. Auch Gas-Niedertemperaturkessel sind nicht mit erneuerbaren Energien kombinierbar.

Um für Sie die passende Kombination aus Heizsystemen für Ihr Zuhause zu finden, helfen wir Ihnen gerne weiter.

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Vorteile einer Gasheizung 

Auch wenn Gasheizungen strengen Sicherheitsauflagen und gesetzlichen Genehmigungen unterliegen, überwiegen die Vorteile dieser Heizungsart. Die Montage der Leitungen ist zwar aufwändig, doch sind die Leitungen erst einmal fachmännisch verlegt, ist eine gleichmäßige und effiziente Wärmeverteilung möglich. Denn dann kommt das Gas über das Leitungsnetz kontinuierlich ins Haus.

Die Vorteile einer Gasheizung:

  • Ist ein Gasanschluss vorhanden, ist der Brennstoff jederzeit verfügbar.
  • Das Gasbrennwertgerät kann sowohl hängend als auch stehend installiert werden.
  • Gas ist ein relativ günstiger Brennstoff.
  • Die Anschaffungskosten für eine Gasheizung sind verhältnismäßig gering.


Auch wenn Gas nicht zu den erneuerbaren Energien zählt, ist es in großem Maße vorhanden. Damit unterliegt dieser Rohstoff in der Regel nur geringen Preisschwankungen. Daneben werden keine Lagerkapazitäten, wie bei Öl- oder Holzheizungen, benötigt. Zudem entstehen bei der Energiegewinnung kaum unbrauchbare Neben- beziehungsweise Abfallprodukte. In den meisten Fällen können die Nebenprodukte oder Abgase – wie bei der Gas-Brennwerttechnik – mit verwertet werden.

Gas-Heizungsanlagen wurden in den vergangenen Jahren immer effizienter und umweltverträglicher, um dem neuen Energieverordnungsgesetz zu entsprechen. Durch ihre sparsame Brennwerttechnik macht sich die Investition in eine neue Anlage schnell bezahlt, ohne dass die Zuleitungen ins Haus verändert werden müssen. Koppelt man die Gasheizung mit einer Solarwärmeanlage kann der Verbrauch weiter reduziert werden.

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Wissenswertes über den Brennstoff Gas

Gas gehört zu den fossilen Brennstoffen, die in natürlicher Umgebung vorkommen. Als Brennstoff für die Gasheizung wird in Deutschland in den meisten Fällen Erdgas verwendet. Erdgas kommt meist in Zusammenhang mit Erdöl vor und ist in unterirdischen Hohlkammern sogenannten Kavernen zu finden.

Erdgas

Abhängig vom Standort enthält Erdgas Methan, das zu den hoch entzündlichen Gemischen zählt. Mit Hilfe von Sauerstoff verbrennt Erdgas zu Kohlenstoffdioxid und Wasser. Das Wasser verdampft und wird mittels Brennwerttechnik als Energielieferant verwendet. Das Gas wird in Pipelines zu den benötigten Orten transportiert oder gekühlt in flüssiger Form geliefert. Damit ist Erdgas ein komfortabler Rohstoff, der von den einzelnen Energielieferanten direkt an die Haushalte verteilt wird.

Besonders einfach ist die Nutzung für Hauseigentümer, wenn ein hauseigener Gasanschluss vorhanden ist. Denn dann werden keine Tanks zur Lagerung benötigt. Andere Gase wie Butan oder Propan müssen in Flüssigtanks gelagert werden, um als Energielieferanten zur Verfügung zu stehen. Da Gas meist hochexplosiv ist, unterliegen Gasheizungen strengen Sicherheitsvorkehrungen. Sie sollten ausschließlich von Fachfirmen installiert werden, um eventuelle Leckagen oder Undichtigkeiten auszuschließen.

Fördermöglichkeiten für Gasheizungen

Wenn Sie sich als Bauherr oder Hausbesitzer für eine neue Gasheizung entscheiden, stehen erst einmal die Kosten im Vordergrund. Da ist es gut zu wissen, dass sich die gesamten Kosten für die Installation einer neuen Heizungsanlage durch öffentliche Fördermittel merklich senken lassen. Nach der Einführung des neuen Energieverordnungsgesetzes von 2014 werden Sanierungsmaßnahmen aktiv vom Staat gefördert. Dabei ist die Einbeziehung von erneuerbaren Energien Pflicht. 

Zum einen gibt es die Mittel der KfW, der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Hierbei handelt es sich um zinsgünstige Kredite, die später zurückgezahlt werden. Darüber hinaus gibt es das KfW Programm 430, das sich „Energieeffizient sanieren" nennt und einen Investitionszuschuss zu den förderfähigen Kosten gewährt. Um in den Genuss dieses Zuschusses zu kommen, muss es sich um eine neue Brennwertanlage handeln. Zudem muss ein hydraulischer Abgleich vorgelegt werden.

Für eine reine Gasheizung gibt es von der BAFA, Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, keine finanzielle Unterstützung. Wählen Sie jedoch ein Modell aus, das mit erneuerbaren Energien kombinierbar ist, profitieren Sie von der Kesseltauschprämie.

Sie sehen, vor der Installation einer neuen Gasheizung lohnt es sich in jedem Fall, professionellen Rat einzuholen. Unsere °celseo Spezialisten sowie unsere Fachpartner helfen Ihnen gerne weiter und stehen Ihnen bei all Ihren Fragen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite.

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