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Ölheizung

Die Ölheizung ist nach der Gasheizung die Heizung, die in Deutschland am häufigsten zum Einsatz kommt. Auch wenn diese Heizung mit fossilen Brennstoffen arbeitet, bietet sie eine attraktive Alternative zu anderen Heizsystemen. Denn insbesondere durch moderne Brennwerttechniken wird ihre Effizienz mehr und mehr gesteigert. Informieren Sie sich in unserem folgenden Ratgeber über Funktionsweise, Vor- und Nachteile sowie über Förderungsmöglichkeiten bei einer Investition in eine neue Ölheizung oder in die Sanierung einer alten Ölheizung.

    Wie funktioniert eine Ölheizung mit Brennwerttechnik? 

    Fossile Brennstoffe wie Gas und Öl haben Tradition in Deutschlands Heizräumen: Öl ist neben Gas zwar ein Brennstoff, der nicht erneuerbar und nur in endlicher Menge vorhanden ist, doch ergeben sich auch mit Öl attraktive Möglichkeiten Ihre Räume zu heizen. Die Brennwerttechnik wird heute bei vielen Heizungen, wie der Holzheizung und der Gasheizung, eingesetzt und spielt auch bei Ölheizungen eine große Rolle. 

    Funktionsweise

    Generell funktioniert Brennwerttechnik, indem sie zum einen die Energie des Brennstoffes, in diesem Falle des Heizöls, nutzt. Zum anderen entsteht bei der Verbrennung von Heizöl auch Wasserstoff, der beim Zusammentreffen mit kaltem Heizungswasser zu Wasser kondensiert. Dieses Kondenswasser ist heiß, vermischt sich mit dem kalten Heizungswasser und erwärmt es. Auf diese Weise wird ein sogenanntes Neben- oder Abfallprodukt zur aktiven Wärmegewinnung genutzt. Dabei unterscheidet man bei Ölheizungen zwischen drei verschiedene Arten von Heizkesseln:

    Öl-Brennwertkessel

    Wird nur der reine Brennstoff zur Wärmegewinnung genutzt, spricht man von Heizwert. Werden darüber hinaus auch die Abgase des Brennstoffes genutzt, spricht man von Brennwert. Gerade heute, in einer Zeit, in der die Energiepreise stetig steigen und die Rohstoffe knapper werden, ist eine effiziente Verwendung der Brennstoffe wichtig.

    Durch einen Brennwertkessel wird der fossile Brennstoff Heizöl fast komplett genutzt. Hier werden die Abgase aus der Verbrennung des Öls aktiv für die Wärmegewinnung verwendet. Bei jeder normalen Verbrennung liegt das dabei entstehende Wasser im Abgas dampfförmig vor. Bei der Brennwerttechnik wird dieser Wasserdampf abgekühlt und es entsteht flüssiges Kondensat. Die entstehende Wärme wird dem Heizsystem zugeführt. So wird weniger Abgas an die Umwelt abgegeben. Und das ist effizient, nachhaltig und schont die Umwelt.

    Öl-Niedertemperaturkessel

    Diese Kesselart der Ölheizung entstand als Weiterentwicklung zum Konstanttemperaturkessel. Das Heizöl gelangt über eine spezielle Zuleitung in den Brennraum. In dieser Brennkammer treffen Heizöl und Luft aufeinander, wodurch es zur Verbrennung kommt. Mit der entstandenen Wärme wird das Heizungswasser erwärmt. Dabei sorgen ausgeklügelte Systeme in modernen Niedertemperaturkesseln und Materialien wie Edelstahl oder Aluminium dafür, dass die Kessel nicht korrodieren. 

    Zudem sind Brennkammer und Kessel in modernen Ölheizungsanlagen gedämmt. So tritt nur wenig Wärme nach außen. Darüber hinaus erreicht der Kessel relativ geringe Temperaturen, etwa 30 - 40 °C und gibt damit nicht so viel Wärme ungenutzt ab. Vorteilhaft sind diese Kessel für Einfamilienhäuse, da sie hier häufig an den vorhandenen Kamin angeschlossen werden können. Niedertemperaturkessel sind sind als kleine Kompaktgeräte erhältlich und benötigen wenig Platz. 

    Öl-Konstanttemperaturkessel

    Öl-Konstanttemperaturkessel wurden bis in die 80er Jahre eingesetzt. Beim Verbrennen des Heizöls entstanden Abgase, wie beispielsweise Schwefeldioxid und Stickstoffdioxid, die beim Abkühlen und beim Kondensieren als aggressive Stoffe freigesetzt wurde. Diese Stoffe konnten sich innerhalb kürzester Zeit durch das Metall fressen und dem Kessel massiv schaden. Um diesem vorzubeugen, wurde der Konstanttemperaturkessel mit einer konstant hohen Temperatur zwischen 70 und 90 °C gefahren. So konnten sich die Abgase zwar nicht verflüssigen und den Kessel angreifen, doch wurde auf diese Weise zu hohe Wärme erzeugt, die nicht genutzt wurde. So verwendete dieser Kessel nur etwa 68 Prozent der zugeführten Energie.

    Für die hohe Temperatur wurde immens viel Brennstoff – in diesem Fall Heizöl – aufgewendet. Das Ergebnis waren hohen Energierechnungen. Zudem fehlte bei diesen Kesseln der Außensensor und die Möglichkeit einer Nachtabsenkung. Dieser Energieverschwendung setzte das neue Energieverordnungsgesetz ein Ende und schrieb vor, dass Kessel, die vor 1985 eingebaut wurden, bis 2015 ausgetauscht werden mussten.

    Sie interessieren sich für eine moderne Ölheizung oder eine Sanierung Ihrer bestehenden Ölheizung? Dann lassen Sie sich von uns professionell beraten. Nutzen Sie dazu unseren Heizungskonfigurator. Und profitieren Sie von der Möglichkeit, sich vorab ein unverbindliches Angebot ausgeben zu lassen.

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    Die Ölheizung in Kombination mit anderen Heizsystemen

    Laut neuer Gesetzgebung müssen Heizungsanlagen, die älter als 30 Jahre sind, erneuert werden. Dies bietet Hausbesitzern genauso wie Bauherren die Möglichkeit darüber nachzudenken, ob sich eine neue Ölheizung für sie rentiert. Schließlich besteht auch bei Ölheizungen die Möglichkeit, diese mit anderen Heizsystemen zu kombinieren. So sind zukunftsorientierte Heizsysteme sogenannte Hybridheizungen. Sie bestehen aus einem Öl-Brennwertkessel, einem Holzofen und Solarkollektoren – also eine Kombination aus fossilen Brennstoffen und modernen unendlichen Ressourcen.

    Doch auch einzeln kann die Ölheizung mit modernster Technologie kombiniert werden. Solarenergie, Holzofen oder Wärmepumpen können die Energiemenge effizient ergänzen. Durch die Kombination von Brennwertkessel und alternativer bzw. zusätzlicher Energieeinspeisung lässt sich einiges an Energiekosten sparen. Auch wenn das Verhältnis nicht 50:50 sein wird, so ist die Einsparung doch empfehlenswert. Alle Energiequellen speichern dann ihre Energie in einem zentralen Wärmespeicher und können dann über eine intelligente Steuerung an die Heizung und an das warme Wasser abgegeben werden.

    Eine zukunftsorientierte Art der Ölheizung ist das sogenannte Öl-Blockheizkraftwerk. Dabei wird auf das leichte Heizöl zurückgegriffen und sowohl über einen Verbrennungsmotor als auch über einen Generator genutzt, um Wärme aber auch Strom zu erzeugen.

    Welche intelligent und vor allem effektive Art der Ölheizung für den eigenen Bedarf in Frage kommt, hängt von den lokalen Voraussetzungen ab und sollte vorab von einem Fachmann geprüft werden. Unsere Spezialisten beraten Sie hierzu gern.

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    Vorteile und Nachteile einer Ölheizung

    Für jede Heizung gibt es gute Gründe dafür und dagegen. Das trifft auch auf Ölheizungen zu. Warmes Wasser und eine warme Heizung liefern moderne Heizungsanlagen heutzutage alle. Wichtig sind sicher in erster Linie die gegebenen Voraussetzungen und das Budget, das man ausgeben kann. Ist im Haus bei der Sanierung kein Gasanschluss vorhanden, bietet sich eine Ölheizung geradezu an.

    Auch beim Neubau ist diese Art der Heizungsanlage eine zukunftsorientierte Investition. Vor allem bietet sich die Ölheizung an, wenn ausreichend Platz für einen Öltank im Haus bzw. im Keller vorhanden ist. Alternativ bietet sich auch die Möglichkeit beim Neubau einen Tank im Erdreich einzubauen. Heizöl ist zwar ein begrenzt vorhandener Rohstoff, der häufig Preisschwankungen unterliegt, doch ist die Zahl der Anbieter groß. So kann zu den günstigsten Konditionen eingekauft werden und bei entsprechendem Platz auch auf Vorrat eingelagert werden. Durch die Kombination mit anderen Energien ist die Ölheizung eine effektive Heizungsart, die zudem staatlich gefördert wird.
     

    Die Vorteile einer Ölheizung:

    • Unabhängig vom Gasnetz
    • Unabhängig bei der Beschaffung des Heizöls
    • Effektive Nutzung des Heizöls
    • Kombinierbar mit erneuerbaren Energien


    Die Nachteile einer Ölheizung:

    • Viel Platz für die Lagerung des Heizöls vonnöten
    • Hohe CO2-Emission
    • Importabhängig
    • Erdöl ist eine endlich vorhandene Ressource


    Sollten Sie als Heizsystem die Ölheizung in Erwägung ziehen, wägen Sie die Vor- und Nachteile auch mit anderen Heizsystemen ab, um auch zukünftig auf der sicheren Seite zu sein. Unsere fachkundigen Mitarbeiter beraten Sie hierbei gern.

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    Wissenswertes über Heizöl 

    Auch wenn der Energielieferant Heizöl zu den fossilen Brennstoffen und damit nicht gerade zu den umweltfreundlichsten Energieträgern gehört, ist die Ölheizung doch eine echte Alternative. 

    Grundlage für den Energielieferant Heizöl ist Erdöl, das raffiniert oder fraktioniert wurde. Daraus werden verschiedene chemische Elemente gewonnen, so wie auch das Rohöl. Dieses hat schwer entflammbare Einzelteile, die zur Heizölgewinnung verwendet werden. Dabei unterscheidet man leichtes und schweres Heizöl, die sich in der Reinheit unterscheiden. Das leichte Heizöl wird in der Regel für heimische Heizungsanlagen verwendet, während die schweren Heizöle in industriellen Großanlagen gebraucht werden.

    Außerdem gibt es schwefelarmes Heizöl und Bio-Heizöl. Wobei das schwefelarme Heizöl hauptsächlich im häuslichen Gebrauch eingesetzt wird. Dieser Anteil macht etwa 99 Prozent aus. Durch den geringen Schwefelgehalt kann Heizöl nahezu rückstandslos verbrannt werden. Der Effekt: Der Wartungsaufwand bei einer Ölheizung fällt deutlich geringer aus.

    Eine Alternative zum schwefelarmen Heizöl ist das Bio-Heizöl. Dies ist schwefelarmes Heizöl, dem ein Anteil von Öl aus nachwachsenden Rohstoffen beigemischt wurde. Dazu gehören Raps-, Soja- oder Sonnenblumenöl. Auch für die Lagerung des Heizöls gibt es bestimmte gesetzliche Auflagen, da das Heizöl zu den leicht entzündlichen Gemischen gehört. Aus diesem Grund sollten die entsprechenden Öltanks auf jeden Fall von Fachfirmen eingebaut werden. Dabei sollte gewährleistet sein, dass kein Heizöl ins Grundwasser gelangen kann.

    Fördermöglichkeiten für Ölheizungen

    Wer sich heute mit dem Thema Neubau und Einbau einer neuen Heizungsanlage beschäftigt oder seine vorhandene Heizung sanieren muss, wird feststellen, dass Ölheizungen durchaus zukunftsorientiert sind. Mit den Kombinationsmöglichkeiten und moderner Brennwerttechnologie sind sicher alle Auflagen der neuen Energieverordnung, die seit 2014 per Gesetz erlassen wurden, erfüllt. Dabei spielen nicht nur die Einbindung der erneuerbaren Energien eine Rolle und der aktive Schutz der Umwelt, sondern auch ein effizientes und damit sparsames Heizen. Dieses wirkt sich auf den Verbrauch von Energie aus und senkt damit letztendlich auch die Energiekosten.

    Unter bestimmten Voraussetzungen werden Investitionen vom Staat finanziell gefördert. So gibt es zum Beispiel die sogenannte Kesseltauschprämie. Sie findet beim Kauf eines neuen Ölkessels Anwendung.

    Beim Kauf einer modernen Ölheizung mit Brennwerttechnik gibt es einen Zuschuss von 10 Prozent auf die förderfähigen Kosten. Dabei muss vor der Sanierung der Heizung der Antrag für die KfW-Mittel gestellt werden. Zudem muss eine Fachfirma einen hydraulischen Abgleich durchführen. Dies ist auch für Sie wichtig, um später kostensparend und effizient heizen zu können.

    Entscheiden Sie sich für eine Kombination aus Ölheizung mit Brennwerttechnik und Solarenergie, erhalten Sie eine Förderung vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

    Darüber hinaus gibt es Fördermittel für die Entsorgung der alten Heizungsanlage, beim Austausch von Heizkörpern sowie bei der Sanierung des erforderlichen Schornsteins. Welche Förderungsmöglichkeiten im einzelnen Falle für Sie infrage kommen, findet ein Energieberater oder einer Fachfirma für Sie heraus.

    Nehmen Sie Kontakt mit uns auf und informieren Sie sich gerne parallel dazu in unserem umfangreichen Ratgeber für Fördermittel.

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